Ausflüge

Ruine Hohenburg
& Vauban-Festung

Die Ruine Hohenburg auf dem Schlossberg in Homburg war Sitz der Grafen von Homburg, dann Renaissanceschloss und ab 1679 eine Festung nach Plänen von Vauban. Die freigelegten Reste auf rund 230 m Länge sind jederzeit kostenlos zugänglich und liegen etwa 3 Gehminuten vom Schlossberg Hotel entfernt.

Zwei Wandernde auf dem Pfad zwischen den Sandsteinmauern der Ruine Hohenburg, dahinter ein Torbogen und eine Fahne

Auf einen Blick

Auch genannt
Festung Homburg, Burg Homburg, Vauban-Festung
Epochen
Grafenburg (12.–15. Jh.), Renaissanceschloss (ab 2. Hälfte 16. Jh.), Festung (ab 1679)
Areal
ca. 230 m lang, 50–70 m breit
Eintritt
kostenlos, jederzeit zugänglich
Vom Hotel
ca. 3 Min. zu Fuß (240 m)
Freigelegt
seit 1981
Audio-Rundgang
Lauschtour-App „Homburger Festungsrundgang“, auch in Gebärdensprache

Geschichte

Burg, Schloss,
Festung

Die Stadt Homburg trägt den Namen der Burg auf dem Schlossberg. Ihre Geschichte in Daten:

  1. 1146

    Erstmals wird ein Graf von Homburg urkundlich genannt. Vom 12. bis ins 15. Jahrhundert ist die Hohenburg Sitz der Grafen von Homburg. Das Portal Literaturland Saar datiert die erste Erwähnung des Namens „Homberc“ dagegen auf 1180.

  2. 1330

    Kaiser Ludwig IV., genannt „der Bayer“, verleiht der Siedlung am Fuß der Burg die Stadtrechte.

  3. 1449

    Nach dem Tod des letzten Grafen kommt Homburg an Nassau-Saarbrücken.

  4. 1588

    In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wird die Burg zum Renaissanceschloss mit Bastionen umgebaut; bis 1588 ist der Umbau weitgehend abgeschlossen.

  5. 1679

    Ludwig XIV. erobert Homburg. Nach Plänen von Sébastien de Vauban werden Stadt und Festung ausgebaut: Die Anlage wächst auf mehr als das Doppelte, die Stadt erhält erstmals eine Stadtmauer.

  6. 1697

    Die Festungsanlagen werden zum ersten Mal geschleift.

  7. 1714

    Endgültige Schleifung der Festung.

  8. 1755

    Homburg kommt an Pfalz-Zweibrücken. Die Ruine dient danach als Steinbruch für den Bau von Schloss Karlsberg.

  9. 1981

    Beginn der Freilegung und Sicherung. Die sichtbaren Reste stammen überwiegend aus der Festungszeit.

  10. 2010

    Homburg wird Mitglied im Netzwerk der Festungsstädte der Großregion, das seit 2016 vom Europarat als Kulturroute zertifiziert ist.

Vor Ort

Was Sie heute
sehen

Das Gelände auf dem Gipfel des Schlossbergs ist rund 230 m lang und 50 bis 70 m breit. Zu sehen sind Grundmauern, Gänge und Mauerteile, Wall und Graben, ein Brunnen, Treppen, Kasematten und die Pfeiler der früheren Zugbrücke.

Vom Aussichtsplateau reicht der Blick über Homburg und die umliegende Landschaft. Der Weg hinauf führt über Stufen und niedrige Mauern.

Unter dem Berg liegen die Schlossberghöhlen. Ob ihre ersten Gänge einmal der Verteidigung der Burg dienten, ist nicht gesichert.

Kolorierte Postkarte mit Schloss und Festung Hohenburg aus der Vogelperspektive, darüber ein historischer Begleittext

Historische
Ansichten

  • Historische Postkarte „Homburg (Saar) – Ausgrabungen auf dem Schloßberg“ mit Gewölbeöffnungen im Sandsteinfels
  • Kolorierte Postkarte „Homburg (Pfalz). Partie aus den Schloßberganlagen“ mit Weg, hohen Bäumen und Pavillon
  • Historische Postkarte „Homburg (Saarpfalz) – Partie vom Schlossberg“ mit Holzbrücke zwischen dunklen Nadelbäumen

FAQ

Häufige
Fragen

Kostet die Ruine Hohenburg Eintritt?

Nein. Die Anlage ist jederzeit und kostenlos zugänglich.

Wie weit ist die Ruine vom Schlossberg Hotel entfernt?

240 m, zu Fuß etwa 3 Minuten. Die Ruine liegt rund 17 m höher als das Hotel.

Wer hat die Festung Homburg gebaut?

Die Burg war vom 12. bis ins 15. Jahrhundert Sitz der Grafen von Homburg und wurde im 16. Jahrhundert zum Renaissanceschloss umgebaut. Nach der Eroberung durch Ludwig XIV. im Jahr 1679 wurden Stadt und Festung nach Plänen von Sébastien de Vauban ausgebaut. 1697 und 1714 wurde die Festung geschleift.

Gibt es Führungen?

Einen Audio-Rundgang bietet die Lauschtour-App („Homburger Festungsrundgang“), auch in Gebärdensprache. Über Gästeführungen der Stadt informiert die Tourist-Info Homburg, Tel. 06841 101820.